Einführung
Die Thüringer Netkom GmbH ist das Telekommunikationstochterunternehmen der kommunalen TEAG Thüringer Energie AG und auf die Bereitstellung von digitalen Festverbindungen, professionellen Internet- und Voice-Anbindungen, IP-Bitstream Access und den Betrieb ganzheitlicher Unternehmensnetzwerke zur Sprach- und Datenübertragung spezialisiert. Das leistungsstarke Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungsnetz basiert auf einem Glasfasernetz mit einer Länge von 7.800 km. Es werden 150 Technikstandorte betrieben, Kollokationsflächen angeboten, Funkmaste und Funkstandorte erschlossen und Multiservice-Netzwerke aufgebaut. Die Thüringer Netkom beteiligt sich bereits seit 2009 intensiv am FTTC/H-Breitbandausbau im Freistaat Thüringen und bietet in diesem Zusammenhang auch Multimediaprodukte für Privatkunden an.
Herausforderung
Bei der Thüringer Netkom war eine Datenbankanwendung zur Dokumentation aller Vorgänge vom Vertrieb bis zum Bau auf Basis der Groupware-Plattform HCL NotesTM (ex Lotus-Notes) im Einsatz. Parallel ist seit dem Jahr 2000 VertiGIS ConnectMaster eingesetzt, allerdings nur für die Verwaltung der Glasfaserverbindungen im Backbone. Infolge des Unternehmenswachstums wurde vor drei Jahren beschlossen, die zentrale Groupware-Plattform durch spezialisierte Applikationen für Netzinfrastruktur-Management (VertiGIS ConnectMasterTM), Kunden-Management (EVITM) und Service-Management (Matrix42TM) zu ersetzen.
Lösung
Mit der Entscheidung, VertiGIS ConnectMasterTM als zentrales Netzinfrastruktur-Verwaltungssystem einzusetzen, wurden im Rahmen der ersten Phase des Implementierungsprojekts in enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam der Thüringer Netkom folgende Aufgaben umgesetzt:
- Konfiguration der eingesetzten Bauteiltypen und Migration der Bestandsdaten von HCL Notes nach ConnectMaster, wobei größter Wert auf die Vollständigkeit und Konsistenz der Daten gelegt wurde.
- Entwicklung einer Schnittstelle zum RibbonTM Netzmanagementsystem zur Synchronisierung der OTN – and MPLS Multiplexer in die ConnectMaster Inventardatenbank.
- Entwicklung einer Schnittstelle zum Matrix42TM Service-Managementsystem.
- Aufbau eines Workorder-Workflows für den technischen Service basierend auf automatisch generierten schematischen Visio-Netzdarstellungen.
- Einführung des Systems für 20 User inklusive der mobilen Vor-Ort-Applikation ConnectMaster Online mit Redlining-Funktionalität.
Ergebnis
Die erste Implementierungsphase wurde termingerecht abgeschlossen und ist nun seit Ende 2025 im produktiven Betrieb. Damit wurde erreicht, dass einerseits der operative Betrieb durch die Migration ungestört weiterlaufen konnte und andererseits eine solide Basis für die weitere Implementierung der OSS/BSS-Systemstrategie der Thüringer Netkom vorliegt.
„Besonders wichtig ist uns auch, dass es nun mehr eine einzige Quelle für Netzinfrastrukturdaten in hoher Qualität gibt, was sämtliche Prozesse im Unternehmen von der Planung über den Bau und den Betrieb verbessert,“ hebt Steven Simon, Bereichsleiter IT-Systeme & Organisation, hervor.
Neben den Produktfunktionalitäten von VertiGIS ConnectMasterTM wird seitens der Thüringer Netkom Projektleiterin Kerstin Rahming die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem VertiGIS Professional Service Team als wesentlichen Erfolgsfaktor hervorgehoben.
Ausblick
Die Phase 2 des Implementierungsprojektes wird noch 2026 beginnen und schwerpunktmäßig die Schnittstelle zum Kunden-Managementsystem (EVITM) sowie die Einführung des „Planning & Change Management“-Moduls umfassen.
Es gibt bereits Überlegungen für eine Phase 3 des Projekts. „Zusätzlich zu den bisher erreichten Ergebnissen sind wir an weiteren Funktionalitäten von ConnectMaster sehr interessiert. Das Abschaltmanagement und das automatisierte FTTH-Design würden unseren Betrieb und unsere Planung noch effizienter machen,“ so Projektleiterin Kerstin Rahming.